Potentialtheorie in der Geophysik

Joachim Vogt, Sommersemester 2001


Inhalt der Vorlesung

In vielen Bereichen der Geophysik geht es darum, aus Messungen auf einer Fläache eine dreidimensionale Feldverteilung abzuleiten und damit auch auf die Lage und die Ausdehnung der Quellen zu schließen. Typische Beispiele sind lokale gravimetrische, magnetische oder geoelektrische Messungen an der Erdoberfläache zur Bestimmung der Struktur des Untergrundes, die Vermessung des Erdmagnetfeldes vom Weltraum aus, die globale Bestimmung des Gravitationsfeldes aus Bahnstörungen von Satelliten sowie die Modellierung des ionosphärischen elektrischen Feldes auf der Basis von Messungen eines Ionosphärenradars und eines Magnetometerarrays. In der Vorlesung Potentialtheorie in der Geophysik sollen die theoretischen Grundlagen zur Behandlung solcher Fragestellungen erläutert werden. Themen sind u.a.:

Die Methoden werden anhand von vielen Anwendungsbeispielen erläutert.

Übungen und Semesterprojekt

Die Übungen zur Vorlesung Potentialtheorie in der Geophysik finden wöchentlich statt. Neben den Übungsaufgaben, die der Vertiefung des Vorlesungsstoffes dienen und von jeder und jedem Studierenden einzeln zu lösen und abzugeben sind, soll im Rahmen eines Semesterprojektes die Zusammenarbeit der Übungsteilnehmerinnen und -teilnehmer gefördert werden. Besprechungen der Übungsaufgaben wechseln sich mit jenen zum Semesterprojekt ab.

Übungsaufgaben

Mit der Lösung der Übungsaufgaben soll der Vorlesungsstoff an einfachen Beispielen demonstriert und eingeübt werden. Auf den Übungsblättern finden sich neben den `regulären' Übungsaufgaben (nicht besonders gekennzeichnet) auch Zusatzaufgaben (Z). Grundlage der Scheinvergabe ist die durch die regulären Aufgaben vorgegebene Punktzahl. Richtig gelöste Zusatzaufgaben bringen natürlich Zusatzpunkte, die zum Ausgleich von Defiziten benutzt werden können.

Nr. Themen Abgabe Aufgaben Lösungen
1 Grundlagen 30. April PS PS
2 Vektorfelder und Potentiale 14. Mai PS PS
3 Spektrale Darstellung Laplacescher Felder 28. Mai PS PS
4 Zonale Kugelfunktionen 18. Juni PS PS
5 Zugeordnete Kugelfunktionen 2. Juli PS PS

Semesterprojekte

Im Gegensatz zu den Übungsaufgaben geht es in den Semesterprojekten um nur eine ausgewählte Fragestellung, die allerdings etwas komplexer sein kann. Die Vorgaben sind unspezifischer und die Studierenden freier bei der Lösung der Aufgabe. Semesterprojekte sollen so an die wissenschaftliche Arbeitsweise heranführen. Am Ende soll eine kurze schriftliche Ausarbeitung der Lösung und eine Präsentation (Vortrag oder Poster) stehen. Semesterprojekte sollen in kleinen Gruppen bearbeitet werden, um die Teamarbeit zu üben.

Thema des Semesterprojektes:
Wärmeleitungsgleichung in krummlinigen Koordinaten: Diskretisierung und numerische Lösung

Scheinkriterien

Eine erfolgreiche Teilnahme an den Übungen wird bescheinigt, wenn folgende Kriterien erfüllt sind: Dabei entfallen 50% aller Punkte auf die Übungsaufgaben und die restlichen 50% auf die Semesteraufgabe. Die erforderliche Mindestpunktzahl liegt bei 75%.
Last modified: Tue Jul 1 09:57:34 MEST 2003