Geophysik I: Physik des Erdkörpers

Joachim Vogt, Wintersemester 2000/2001


Inhalt der Vorlesung

Das Innere unseres Planeten ist für uns nicht zugänglich: Bohrungen dringen nur wenige Kilometer unter die Erdoberfläche. Wie können wir etwas erfahren über den Aufbau und die Dynamik des Erdkörpers? Welche Verhältnisse herrschen im tiefen Erdinneren, dem Erdkern, und auf welche Weise wird dort das geomagnetische Feld erzeugt? Die Vorlesung Geophysik I widmet sich solchen und verwandten Fragen. Themen sind u.a.

Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Physik des Erdkörpers oder auch der festen Erde, um zu verdeutlichen, daß die Ozeane und die Atmosphäre nicht Gegenstand der Vorlesung sind. Verwandte Fächer sind die Ozeanographie, die Meteorologie, die Geologie, die Geodäsie, die Geochemie, die Physik der hohen Atmosphäre und Ionosphäre (Aeronomie), die Physik der Magnetosphären und des interplanetaren Raumes, die Planetologie und die Sonnenphysik.

Eine ausführlichere Übersicht über die Themen der Vorlesung und Literaturhinweise finden sich hier.

Zu der Vorlesung existiert ein Manuskript (PostScript/PDF), das der Dozent auf Anfrage gerne verschickt.

Übungen und Semesterprojekt

Die Übungen zur Vorlesung Geophysik I finden wöchentlich statt. Neben den Übungsaufgaben, die der Vertiefung des Vorlesungsstoffes dienen und von jeder und jedem Studierenden einzeln zu lösen und abzugeben sind, soll im Rahmen eines Semesterprojektes die Zusammenarbeit der Übungsteilnehmerinnen und -teilnehmer gefördert werden. Besprechungen der Übungsaufgaben wechseln sich mit jenen zum Semesterprojekt ab.

Übungsaufgaben

Mit der Lösung der Übungsaufgaben soll der Vorlesungsstoff an einfachen Beispielen demonstriert und eingeübt werden. Auf den Übungsblättern finden sich neben den `regulären' Übungsaufgaben (nicht besonders gekennzeichnet) auch Zusatzaufgaben (Z). Grundlage der Scheinvergabe ist die durch die regulären Aufgaben vorgegebene Punktzahl. Richtig gelöste Zusatzaufgaben bringen natürlich Zusatzpunkte, die zum Ausgleich von Defiziten benutzt werden können.

Nr. Themen Abgabe Aufgaben
1 Elastizitätstheorie 6. November 2000 PS
2 Seismologie, Erdbeben 20. November 2000 PS
3 Eigenschwingungen, Geothermie 4. Dezember 2000 PS
4 Rheologie, Kugelfunktionen 18. Dezember 2000 PS
5 Schwerefeld und Erdfigur 8. Januar 2001 PS
6 Isostasie, Gezeiten 22. Januar 2001 PS
7 Geomagnetismus 5. Februar 2001 PS

Semesterprojekte

Im Gegensatz zu den Übungsaufgaben geht es in den Semesterprojekten um nur eine ausgewählte Fragestellung, die allerdings etwas komplexer sein kann. Die Vorgaben sind unspezifischer und die Studierenden freier bei der Lösung der Aufgabe. Semesterprojekte sollen so an die wissenschaftliche Arbeitsweise heranführen. Am Ende soll eine kurze schriftliche Ausarbeitung der Lösung und eine Präsentation (Vortrag oder Poster) stehen. Semesterprojekte sollen in kleinen Gruppen bearbeitet werden, um die Teamarbeit zu üben.

Titel des Semesterprojektes: Multipol-Inversion von Polwanderkurven, und hier die Projektbeschreibung als PS-Datei.

Scheinkriterien

Eine erfolgreiche Teilnahme an den Übungen wird bescheinigt, wenn folgende Kriterien erfüllt sind: Dabei entfallen 50% aller Punkte auf die Übungsaufgaben und die restlichen 50% auf die Semesteraufgabe. Die erforderliche Mindestpunktzahl liegt bei 75%.
Last modified: Fri Jul 7 13:56:27 CEST 2006