Project „Fortlaufende semantische 3D-Kartierung von archäologischen Ausgrabungsstätten”

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Summary

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Im Verlauf des Projekts soll ein innovatives technisches System entwickelt und zur Anwendungsreife gebracht werden, das Archäologen in die Lage versetzt, fortlaufend Ausgrabungen mit einem 3D-Scanner zu überwachen und zu erfassen. Bei archäologischen Arbeiten werden horizontale und vertikale Schnitte durch den Boden angefertigt und fortlaufend Befunde aufgenommen. Ziel ist es, die Grabungsdokumentation so zu automatisieren, dass aufwändige Arbeiten auf Millimeterpapier vermieden werden. Stattdessen soll ein Laserscanner kontinuierlich die freigelegten Schichten und Objekte präzise und dreidimensional aufnehmen. Die anfallenden Daten werden noch vor Ort ausgewertet und das System trifft autonom die Entscheidung, wie die Grabung fortgeführt wird. Dazu muss jedoch auch die Semantik der Ausgrabung vollständig erfasst werden. Befunde müssen in den Daten (teil-)automatisch markiert und Interpretationen mit Hilfe von Bezeichnungen, Beziehungen und Kontextinformationen ergänzt werden. Durch eine clevere Kombination neuer technologischer Konzepte aus der Robotik mit high-tech Archäologie werden Arbeiten vor Ort erheblich beschleunigt, was zu Kostenersparnissen der Dienstleister führt.

Archäologie ist eine historische Wissenschaft von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Sie interessiert sich für den Menschen und seine Hinterlassenschaften wie Gebäude, Werkzeuge, Kunstwerke etc. Bei jedem Bauprojekt in Deutschland wird beispielsweise im Rahmen des Bauantrags eine Überprüfung auf mögliche Schäden an Bodendenkmalen hin durchgeführt. Wird ein vermuteter Fundplatz durch das Bauprojekt zerstört oder teilzerstört, muss der Bau archäologisch begleitet werden. Um die Kosten für den Bauherren zu minimieren, ist es wünschenswert, die Grabung effizient durchzuführen. Hier setzt unser Projekt an: Eine einfach zu bedienendes Hardware- und Softwaresystem soll entwickelt werden, dass den Archäologen erlaubt, Grabungen fortlaufend mit optischer Messtechnik zu digitalisieren und noch vor Ort auszuwerten. Dadurch lassen sich archäologische Tätigkeiten effizienter durchführen, was auch zu Kostenersparnissen führt. Nach Beendigung der archäologischen Tätigkeiten erhält der Bauherr Baufreiheit für sein Projekt, die gesammelten Daten und evtuelle Funde werden aufgearbeitet und ein Bericht wird dem zusändigen Amt zur Verfügung gestellt.

Funding

3D-Archeology is funded under the grant number KF2470008HM2.
Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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Project period: 2012 - 2014

Partners

Results

Comming soon ...

Publications

comming soon ...

Last changed: 2012-08-16